Frustkopfkino

dominosteine

Tach auch. Ich muss euch enttäuschen. Das wird leider wieder ein kein toller Beitrag. Weder hochpolitisch, noch philosophisch, noch liebestrunken romantisch. Obwohl ich das könnte. Nur fehlt mir dazu die Zeit. Und auch gerade die Lust, denn ich habe Frust. Wieder mal. So richtig heftig. Das übliche Karussell, das u.a. der Dennis noch einmal so anschaulich beschrieben hat. Obwohl es in meinem Fall kein Karussell ist. Vielmehr so eine Art Gedankendomino mit immer größer werdenden Steinen. Dann reicht dann der eine Stein, und die anderen fallen. Bäm. Aktuell war es eine simple Nichtberücksichtigung für die Fahrt zu einer regionalen Meisterschaft. Die hatte auch Gründe. Ich war krank und der Wettkampf zuvor nicht gerade eine Offenbarung. Noch dazu hatte ich selbst Zweifel geäußert. Doch so sind wir ja. Wir machen uns selbst immer noch kleiner in der Hoffnung, dass die anderen uns dann wieder aufs Schild heben. Aber das kann schief gehen. Und schon fällt er, der Stein. Bäm.

Und dann fallen auch Steine, die eigentlich ohnehin schon länger wackeln, die man aber an solchen Tagen nur leider ganz anders wahrnimmt. Da wird dann diese Twitter-Bekanntschaft, die man mag, sehr mag, zum Problem. Nicht nur, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Sondern aus der vermutlich völlig unbegründeten Angst vor Zurückweisung, wenn man sich offenbarte. Und da sind dann noch diese oberflächlichen Kollegen, die mit dem Karriere-Gen. Die dir eigentlich nicht das Wasser reichen könnten, käme es einmal drauf an. Aber dazu kommt es ja nicht in diesem Haus, an diesem Arbeitsplatz, wo nur zählt, wer wen kennt und wer mit wem essen geht oder ins….. Aber das gehört nicht hierher. Diese Menschen gibt es ja immer schon, seit Jahren. Doch wenn der erste Stein gefallen ist, dann fällt halt auch dieser. Bäm.

Und dann kommen dir deine politischen Freunde in den Sinn. Die dich ja unbedingt dabei haben wollten. Nur hatten sie vergessen zu erwähnen, dass „dabei sein“ in dem Fall nicht alles ist. Dass es schon gar nicht bedeutet, dass du eigene Gedanken entwickeln solltest und die auch noch schriftlich (!!) verbreitest. Die Variante hat nämlich den Nachteil, dass sie als deine Gedanken erkennbar bleiben. Und das passt ja nicht jedem. Zumindest nicht denen, die selbst vorankommen wollen.

Und dann sind dann auch noch diese Vorständler im Sportverein… Kennt ihr, oder? Alles ganz normal und Teil des Lebens, sagt ihr? Klar, ist so. Nur mit dem Unterschied, dass es Menschen gibt, die diese Dinge anders sehen. Durch eine Lupe. Ein Brennglas. Und dann werden sie ganz groß die Steine. Riesengroß. Verdecken dir die Sicht. Dann wird es dunkel. Und du siehst sie auf dich zufallen. Dann musst du schnell sein. Denn da ist in der Regel niemand, der dir hilft, sie aufzuhalten. Warum auch? Für die anderen sind sie ja ganz klein, die Steine.

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5 Kommentare

  1. Das klingt jetzt wahrscheinlich nach einem schäbigen Witz, aber auf dem Foto fallen die Dominosteine ja zumindest WEG vom Betrachter und nicht auf ihn zu. Und womöglich zeigt es sich am Ende, dass es – wenn die riesig wirkenden Steine gefallen sind – sogar heller geworden ist …

  2. Jep, genau so. Und ja, die Dominosteine fallen IMMER auf einen zu. Das Bild das du da im Text entworfen hast ist erschreckend zutreffend. Viel besser als das übliche Karussell…
    Danke dafür!

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