Herr Overstreet ist „glücklich“

20140310_181238bIch bin glücklich, oder besser gesagt, zufrieden. Das Wort glücklich geht unsereins ja nicht so leicht über die Lippen. Denn es bezeichnet bekanntlich in der Regel eine gefühlte Momentaufnahme. Dauerhaft glücklich ist ja ohnehin nur etwas für Fortgeschrittene, nicht für Anfänger. Aber auch mit dem Moment tun wir uns schwer, wir eher nachdenklichen Zeitgenossen. Denn für uns überwiegt ja eher die Befürchtung, dass es plötzlich wieder vorbeigeht mit dem Glück. Und dafür reichen – wieder ein Unterschied zu den Dickhäutern und Extros dieser Welt – nun einmal manchmal winzige Kleinigkeiten. Und dann fallen sie wieder, die Dominosteine. Hatte ich ja schon beschrieben. In meinem Fall können das bösartige Zeitgenossen am Arbeitsplatz ebenso leicht sein wie ein verlorenes Heimspiel am Europakreisel. Ganz bitter kommt es, wenn es im zwischenmenschlichen Bereich knistert. Ihr kennt das vielleicht, wenn ihr unheimlich viel investiert und ein anderer bekommt das gar nicht mit oder wischt es einfach so vom Tisch wie ein vertrocknetes Krümelchen vom letzten Frühstück. Selbst dran Schuld? Sicher, aber so sind wir eben. Ist mir kürzlich bei Twitter so ergangen. Da verschwand ein Foto, das mir etwas bedeutete und das irgendwie auch für ein scheinbar gewachsenes Vertrauensverhältnis stand, vom Server. Bäm! Kommentarlos gelöscht und weg in den Mülleimer. Kleinigkeit? Sicher, für die meisten Menschen schon. Nicht für unsereins. Wir sehen da mehr als das gelöschte Foto. Inzwischen habe ich das im Griff, das Twitter-Glas ist inzwischen immer halb voll statt halb leer. Ich nehme mir einfach die Freiheit, Spaß zu haben und manchmal sogar so oberflächlich zu handeln wie es dieses Medium verdient. Und immer häufiger treffe ich dabei auf Menschen, die gar nicht so weit weg sind von meiner Gedankenwelt. Vielleicht nicht ganz so kompliziert, aber doch auf vergleichbarer Wellenlänge. Und das macht mich dann zufrieden. Oder eben. Ihr wisst schon, das andere Wort. Mit dieser Strategie komme ich sogar im realen Leben momentan sehr gut hin. Auch dort bin ich immer häufiger „glücklich“. Oder besser gesagt: Die Tiefs zwischen den Hochs werden immer immer instabiler und bringen immer weniger Regen. Und manchmal bin ich sogar „glücklich“, ohne darüber nachzudenken. In diesem Sinne, seit glücklich! Ihr wisst ja eh schon, wie das geht, oder?

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