Mittelstreckler läuft Halbmarathon

HM Mainz 2104

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Eigentlich wollte ich dieses Jahr gar nicht mitlaufen. Fast unvorstellbar schien mir ein halbwegs vorzeigbarer Halbmarathon mehr als ein halbes Jahr nach der für mich so dramatischen Umstellung des Trainings. Standen im Vorjahr noch Trainingswochen mit 7 Laufeinheiten und bis zu 130km, regelmäßig ein langer Lauf bis zu 35km und Tempodauerläufe bis 15km auf dem Programm, waren es seither 5 Einheiten mit ca. 50km/Woche, ab der Jahreswende 2 fordernde Tempoeinheiten mit vielen schnellen kurzen Läufen (früher fingen Tempoläufe bei 1000m, heute hören sie hier auf) und einem „Schwellenlauf“ am Donnerstag. Letzterer konnte als Zwischeneinheit zwei Tage nach bzw. vor den Kerneinheiten nur deutlich langsamer als früher absolviert werden (zuletzt 4:08/km!) und war maximal 10km lang. Echte extensive längere Läufe fanden nicht statt. Stattdessen ein ruhiger sonntäglicher Dauerlauf von knapp über 5min/km als Erholungseinheit nach dem Tempoläufen am Samstag. Und selbst diese Läufen gingen wochenlang nicht über 15-16km hinaus, erst die letzten Wochen ging es drei oder viermal bis an die 20km. Kurz und knapp: Ich hatte keine Ahnung, wie ich den Halben angehen sollte. Daher wollte ich dann doch teilnehmen, aber nicht „voll“ laufen, sondern nach Gefühl, etwa den 4er-Schnitt anpeilend. Am Ende klappte das trotz der nicht optimalen Bedingungen viel besser als erwartet. Die ersten 3km in 3:50/km etwas zu schnell, dann ruhiger werdend sich auf knapp unter dieser Marke einpendelnd. Das Laufgefühl war dabei immer entspannt, eher wie bei einem flotten Trainingslauf. Bei Km15 muss ich dann knapp unter 60 Minuten durchgegangen sein (das Schild suchte ich wie viele andere vergeblich). Ein paar Minuten später erhöhte ich dann das Tempo schrittweise, ohne ganz ans Limit zu gehen. Die letzten 5km müssen dann so noch mit etwa 19 Minuten weggegangen sein. Jedenfalls sammelte ich noch viele Läufer ein und hatte sogar noch Reserven für schnelle letzte 200m. Ergebnis: 1:23:19, gute 9 Minuten über meiner PB und immerhin noch 4 Minuten langsamer als die Durchgangszeiten beim Marathon noch vor einigen Jahren. Auf jeden Fall waren an dem Tag noch 1-2 Minuten an Reserve drin, viel mehr sicher nicht. Dafür konnte ich zwei Tage später schon wieder die ersten Sprints auf der Bahn machen. Außerdem weiß ich nun, dass mit nur kleinen Anpassungen im Vorfeld sogar eine brauchbare Zeit möglich wäre. Und für den für 2017 geplanten „Abschluss-Marathon“ in Boston (und den Quali-Lauf vorher) muss ich wohl gar nicht so viel anders machen, wenn ich lediglich die 3h-Marke im Blick habe.

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2 Kommentare

  1. Na sowas
    von dir habe ich ewig nichts gehört
    nichts gesehen
    schön
    dass du meinen Blog abonniert hast
    ich freue mich darüber
    schön
    dass du wieder auftauchst
    liebe Grüße nach Mainz
    von der sonnigen, warmen Ostsee ! 😎

    1. Ja, mich gibt es noch und ich wundere mich, dass man mich noch erkennt nach so langer Zeit! War nie so richtig weg, auch wenn es sich in der Szene so anfühlt, wenn man aus vielerlei Gründen plötzlich auf den langen Distanzen nur noch „mitläuft“. Umso mehr hat es mich gefreut, wenn einem „alte“ Netz-Bekannte über den Weg laufen. Danke fürs folgen und halte die Ostsee warm bis in den August! 😉

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