800m-Debüt oder der blöde Satz mit X

Bild: Holger Weinandt

Bild: Holger Weinandt, Koblenz

Das war wohl nix! 11 Tage nach dem mit angezogener Handbremse gelaufenen Halbmarathon sollte gestern Abend ein guter Einstand über die 800m gelingen. Noch nie zuvor bin ich diese Strecke gelaufen, selbst die 1500m bislang nur einmal in meinem Läuferleben. Dem stehen zwar unter anderem mehr als 50 Marathons, unzählige Halbmarathons und 10km-Läufe entgegen, doch die helfen dir bei den 2 Stadionrunden bekanntlich nicht wirklich. Dennoch war ich optimistisch, dass die inzwischen gut ein halbes Jahr dauernde „Umschulung“ schon erst Früchte tragen würde. Nach den Traningsergebnissen war eine 2:15 möglich, eine Zeit unter 2:20 fast Pflicht. Es kam dann anders. Durch die Vielzahl der Teilnehmer verschob sich mein Start an diesem schwül-warmen Mittwochabend nach und nach Richtung 21 Uhr. Zu dem Zeitpunkt war ich schon fast drei Stunden auf der Anlage und fühlte mich mit jeder Minute müder und platter. Und dann nahmen die Dinge ihren üblen Lauf. Schon nach 400m in gerade einmal 68 Sekunden schienen mir wie aus dem Nichts Arme und Beine abzusterben, sofort war die Lücke da und meine Trainingspartnerin, mit der ich über Monate fast jede Einheit fast auf die Sekunde genau identisch abgeschlossen hatte, mit einigen anderen enteilt. In dem Moment fehlte mir dann schlichtweg die Erfahrung auf dieser schwierigen Distanz, um mich noch einfach durchzumogeln. Mitm 2:20;87min blieb ich dann deutlich über dem persönlichen Ziel. Ich habe momentan noch keine Idee, woran es lag. Möglicherweise kam bei mir die noch ungewohnte Wärme und die späte Startzeit zusammen, vielleicht war ich auch einfach nur nicht gut drauf an dem Tag. In 2 Wochen stehen dann die 1500, meine eigentliche Hauptstrecke für diesen Sommer, an. Da muss dann mehr kommen.

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3 Kommentare

  1. Ich hoffe, es beißt nicht zu sehr an dir. Nach der Beschreibung „Zu dem Zeitpunkt war ich schon fast drei Stunden auf der Anlage und fühlte mich mit jeder Minute müder und platter“ klingt so ein Einbruch total nachvollziehbar und naheliegend.

    1. Doch, natürlich beißt es, aber das muss es auch, das gehört für mich zum Sport hinzu. In jeder „Niederlage“ steckt schließlich eine Chance. Inzwischen bin ich fast sicher, dass die Ursache im Wochenende zuvor versteckt ist, als ich sehr früh auf der Bahn mein Training abspulte und direkt im Anschluss noch über mehrere Stunden in der prallen Sonne meine Trainingsgruppe bei einer Kreismeisterschaft betreut habe. Der übliche lockere 15km-Dauerlauf am Tag danach war dann vielleicht zu viel, um 3 Tage später bei diesen Bedingungen topfit zu sein. Vor dem nächsten Rennen werde ich das anders machen.

      1. Ich habe da einfach eine ganz andere mentale Struktur. Kein Wunder, dass ich nie im Leben einen Marathon gelaufen bin. Einen guten Lauf wünsche ich dir!

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